Die Heizperiode 2026/27 läuft seit dem 1. Oktober. Wer gehofft hatte, dass sich das Thema Heizkosten nach den letzten Krisenjahren erledigt hätte, wird enttäuscht: Je nach Energieträger ist das Bild sehr unterschiedlich, und bei einem Energieträger wird es diesen Winter spürbar teurer.
Was dein Energieträger diesen Winter kostet
Die folgenden Werte beziehen sich auf ein 130 m² großes Einfamilienhaus, laut aktuellem Heizspiegel. Für 2026 handelt es sich um eine Prognose.
| Energieträger | 2025 | 2026 (Prognose) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Heizöl | 2.145 € | 2.745 € | +28 % |
| Fernwärme | 2.040 € | 2.055 € | +1 % |
| Erdgas | 2.040 € | 1.930 € | −5 % |
| Holzpellets | 1.415 € | 1.740 € | +23 % |
| Wärmepumpe | 1.260 € | 1.300 € | +3 % |
Haushalte mit Wärmepumpe oder Pelletheizung konnten sich zuletzt über vergleichsweise günstige Wärme freuen. Hohe Heizkosten bleiben dagegen vor allem bei Öl, Fernwärme und Gas ein Thema. Sowohl im Einfamilienhaus als auch in der Wohnung ist die Wärmepumpe aktuell die günstigste Heizung.
Gaspreis zieht wieder an
Die Gaspreise sind im September 2026 auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen. Zusätzlich sind die Füllstände der deutschen Gasspeicher historisch niedrig. Die Entlastung beim Gaspreis, die sich zu Beginn des Jahres abzeichnete, hat sich damit als eher kurzfristig erwiesen.
Heizungsförderung sinkt weiter
Die KfW-Förderung für den Heizungstausch schmilzt seit dem 21. Juli 2026 nach neuen Regeln kontinuierlich ab: Alle sechs Monate sinken die Zuschüsse weiter, bis 2030. Wer eine neue, klimafreundliche Heizung plant, profitiert davon, das Thema jetzt anzugehen, statt abzuwarten. Das gilt besonders seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das mit der neuen Heizsaison erstmals vollständig greift, inklusive CO2-Preis-Aufteilung zwischen Mieter und Vermieter.
Heizungscheck vor dem Winter
Unabhängig vom Energieträger lohnt sich jetzt der Blick auf die eigene Heizungsanlage. Eine Wartung und die Kontrolle der Einstellungen bringen spürbare Entlastung, auch wenn die Heizsaison bereits begonnen hat.
Egal welche Heizung bei dir läuft: Vor dem Winter lohnt sich der Heizungscheck. Diese drei Schritte sparen jetzt bares Geld.
Heizung warten und Heizkörper entlüften, bevor es richtig kalt wird. Luft im System kostet unnötig Energie.
Förderung jetzt prüfen. Die KfW-Zuschüsse für den Heizungstausch sinken alle sechs Monate weiter, wer plant, sollte nicht zu lange warten.
Wärmepumpe mitdenken. Sie ist laut Heizspiegel die günstigste Heizung im Vergleich, und die Lücke zu Öl und Pellets wird größer statt kleiner.
Du willst wissen, wie deine Heizung im Kostenvergleich dasteht oder ob sich für dich ein Umstieg lohnt?
Schreib mir auf WhatsApp →Quelle: energie-fachberater.de, „Start in die Heizsaison 2026/27: Heizkosten, Förderung, Tipps", 01.10.2026, mit Heizkostenwerten aus dem aktuellen Heizspiegel.
